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„Worms muss jetzt Chance nutzen“ – Frist für bessere Bahnverbindung nach Frankfurt läuft bald ab

Die CDU macht Druck, damit Worms bessere Bahnverbindungen in den Großraum Frankfurt bekommt: Der Bundestagsabgeordnete Jan Metzler, der Landtagsabgeordnete Adolf Kessel und der Fraktionssprecher der Union im Wormser Stadtrat, Dr. Klaus Karlin, sehen eine Möglichkeit, wie Worms zusätzliche Regional-Express-Verbindungen (RE) in die Mainmetropole bekommen kann. Will man die Chance nutzen, soll Worms also tatsächlich zum Zug kommen, so ist es nun jedoch buchstäblich höchste Eisenbahn. Knackpunkt ist eine Ausschreibungs-Frist, die schon im Dezember abläuft.

 

Jan Metzler erklärt, warum die Sache so sehr eilt: „Die Bundesarbeitsgemeinschaft für Schienenpersonennahverkehr (BAG SPNV) plant die Ausschreibung der Verkehrsleistungen auf der Riedbahn schon im Dezember“. Metzler beruft sich dabei auf eine Ausschreibungsübersicht der BAG SPNV. Das SPNV-Linienbündel „Main-Neckar-Ried“, das darin aufgeführt ist, soll demnach schon zum Jahresende 2017 ausgeschrieben werden. Darin enthalten sind die Schienenverkehrsleistungen RE 60 und RB 67 (Frankfurt – Mannheim) auf der Riedbahn.

 

Adolf Kessel, der auch Mitglied des Wormser Stadtrats ist, hält es für wichtig, dass die Stadt nun nicht auf der Bremse steht: „Nach einer Vergabe wird es deutlich schwerer unser Anliegen umzusetzen.“ In der Wormser Union ist man sich einig: „In Sachen Regional-Express nach Frankfurt müssen wir uns jetzt sehr schnell von Worms aus melden“, sagt Fraktionssprecher Dr. Klaus Karlin – und ist bereits aktiv geworden. Die Christdemokraten werden in der nächsten Stadtratssitzung zu dem Thema einen Antrag einbringen. Darin heißt es: „Die Stadt Worms soll sich gegenüber den zuständigen SPNV-Aufgabenträgern Schienenzweckverband Rheinland-Pfalz Süd (ZSPNV), Verkehrsverbund Rhein-Neckar (VRN) und dem Rhein-Main-Verkehrsverbund (RMV) intensiv dafür einsetzen, dass im Rahmen der zum Jahresende 2017 geplanten SPNV-Ausschreibung „Main-Neckar-Ried“ zusätzliche Regionalexpress-Verbindungen Worms – Frankfurt vorgesehen werden“. Die CDU verbindet mit ihrem Antrag klare Ziele: „Dieser Regionalexpress sollte mit mindestens vier werktäglichen Zugpaaren zu pendlerrelevanten Tageszeiten verkehren“.

 

Jan Metzler fasst zusammen: „Eine Verbesserung der Zugverbindung in den Großraum Frankfurt ist für Pendler und für den Wirtschaftsstandort Worms notwendig“. Damit dies gelingt, hat der Abgeordnete bereits längst auch auf Bundes- und Landesebene zahlreiche Gespräch geführt – auch mit Abgeordneten auf hessischer Seite – und steht in engem Austausch mit dem zuständigen Konzernbevollmächtigten der Deutschen Bahn, Jürgen Konz.

 

Dr. Karlin ergänzt, dass der CDU-Antrag auch aus verkehrsplanerischer Sicht folgerichtig sei: „Es besteht bei den Verbundfahrpreisen ein RMV-Übergangstarif bis Worms; dieser macht aber nur Sinn wenn attraktive Verbindungen nach Frankfurt bestehen“. Gut weg kämen nicht zuletzt auch die beteiligten Verkehrsverbünde. (Der Rhein-Main-Verkehrsverbund (RMV) ist für die Ausschreibung federführend; der Schienenzweckverband Rheinland-Pfalz Süd (ZSPNV) ist für Brücke bis Hauptbahnhof und der Verkehrsverbund Rhein-Neckar (VRN) für Südhessen an der Finanzierung beteiligt). Dr. Karlin: „Die zusätzlichen RE-Leistungen können in diesem Maßnahmenbündel verkehrsplanerisch und wirtschaftlich am besten integriert werden.“