Von Rheinhessen nach Chicago – ein Jahr voller Erfahrungen in den USA

Eleonora Fay berichtet von Parlamentarischem Patenschafts-Programm des Bundestags / MdB Jan Metzler übernimmt regelmäßig Patenschaft

 

RHEINHESSEN/BERLIN. Ein Jahr in den USA – diese Erfahrung hat Eleonora Fay aus Rheinhessen mit Hilfe des Parlamentarischen Patenschafts-Programms (PPP) des Deutschen Bundestages machen können. Der Bundestagsabgeordnete Jan Metzler übernimmt seit vielen Jahren regelmäßig dabei die Patenschaft und unterstützt Schülerinnen und Schüler, als auch junge Berufstätige. Inzwischen ist Eleonora wieder zurück in Rheinhessen, genauer gesagt in ihrem Heimatort Ensheim. Jan Metzler hat sie nun berichtet, was sie erlebt hat, warum sie das Programm weiterempfiehlt – und wie sich dadurch ihr Leben positiv verändert hat.

"Chicago hat mich sofort verzaubert – die Stadt ist architektonisch ein Kunstwerk", schwärmt Eleonora. Zwar habe die Stadt nicht nur ihre positiven Seiten, wie sie mit Blick auf die Kriminalitätsrate einräumt. Eingeschränkt habe sie das aber nicht. "Es gibt Bezirke, die man zu bestimmten Zeiten meiden sollte, aber ich habe mich immer sicher gefühlt", fasst sie zusammen.

 

Im Rahmen des PPP erhalten auch junge Erwachsene, die wie Eleonora eine Ausbildung absolviert haben, die Möglichkeit, in den USA an einem College selbstgewählte Kurse zu belegen und sich so seinen Interessen entsprechend weiterzubilden. Zudem muss jeder Teilnehmer 40 Stunden ehrenamtlich tätig sein. Eleonora entschied sich für die Essensausgabe bei Marathons und die Arbeit in der Annahme von Second-Hand-Kleidung. "Diese Erfahrungen haben mir geholfen, die Gemeinschaft und die Menschen noch besser zu verstehen."

 

Eleonora ist gelernte Maßschneidermeisterin und Designerin – bei der Bewerbung war ihr Handwerks-Hintergrund ein Pluspunkt, mit dem sie sich von anderen abheben konnte. Natürlich hat sie deshalb während ihres USA-Jahres der Kleidungsstil der Menschen besonders interessiert. Überrascht habe sie, dass Amerikaner auch mal in Pyjamahose und Schlappen auf die Straße gehen. Dies stehe ganz im Gegensatz zu anderen Bereichen, etwa beim Garten oder Auto, wo oft kontinuierlich Wert auf Außenwirkung gelegt werde. Auch, wenn es natürlich große Unterschiede gebe.

 

"Die Amerikaner, die ich getroffen habe, waren sehr offen und liberal, besonders in Chicago, wo mehrheitlich die Demokraten gewählt werden", sagt die 26-jährige. Sie habe ebenso die "republikanische" Seite in Florida kennengelernt. Der Nationalstolz sei anfangs etwas befremdlich gewesen. "Aber ich bewundere den unerschütterlichen Optimismus." Durch das PPP-Programm konnte Eleonora auch Metropolen wie New York erkunden und den ländlichen Charme Iowas erleben. "Diese Reisen haben meinen Horizont wirklich erweitert", sagt sie.

 

Lebensweg positiv beeinflusst

 

Das PPP hat Eleonoras Leben aber auch in anderer Hinsicht noch viel stärker positiv geprägt. Sie hat nun ihr International Fashion Business Studium begonnen – ein Schritt, den sie vor ihrer Erfahrung in den USA nicht in Erwägung gezogen hätte, wie sie berichtet. "Das Programm hat mir gezeigt, was möglich ist, wenn man sich wirklich bemüht." Allein diese Erfahrung sei es wert, sich um einen Platz zu bewerben, motiviert sie andere, es ihr gleichzutun.

 

MdB Jan Metzler unterstützt dies: "Das Programm ermöglicht jungen Menschen, über ihren eigenen Tellerrand hinauszublicken und prägende Erfahrungen zu sammeln. Gleichzeitig werden die Schüler und Berufstätigen zu Junior-Botschaftern Deutschlands in den USA." Wer ebenfalls die Chance nutzen möchte, kann sich für das Austauschjahr 2025/26 bewerben, was voraussichtlich ab Mai nächsten Jahres möglich sein wird. Weitere Infos gibt es unter https://www.bundestag.de/ppp.

 

 

 

BILDINFO: Eleonora Fay berichtet MdB Jan Metzler über ihr Jahr in den USA: „Diese Reisen haben meinen Horizont wirklich erweitert“, sagt Fay. Foto: Büro Metzler