Artikel nach Datum gefiltert: Oktober 2016
Auf dem am Freitagabend in Hamm am Rhein stattgefundenen Parteitag hat sich der CDU-Kreisverband Alzey-Worms neu aufgestellt. Der seit zehn Jahren amtierende Kreisvorsitzende Walter Wagner trat nicht mehr an und will sich künftig ganz auf sein Amt als Bürgermeister der VG Wonnegau konzentrieren. Bereits im Kreisvorstand trat er für einen Generationenwechsel ein und schlug den Bundestagsabgeordneten Jan Metzler als seinen Nachfolger vor. Dieser wurde dann auf dem Parteitag in geheimer Wahl mit beeindruckenden 97 von 97 Stimmen zum neuen Kreisvorsitzenden gewählt.
 
Jan Metzler zur Seite stehen als stellvertretende Vorsitzende weiterhin der Bürgermeister der VG Wörrstadt und CDU-Fraktionsvorsitzende im Kreistag Alzey-Worms, Markus Conrad, und als neuer Shooting-Star der Bürgermeister der VG Eich, Maximilian Abstein. Ebenso wurde Astrid Stork als Schatzmeisterin in ihrem Amt bestätigt. In die neue Vorstandsfunktion als Beauftragter für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit wurde Philipp Schultz gewählt. Als Beisitzer komplettieren Dr. Markus Bachen, Marie Eckel, Hans-Jürgen Fischer, Ute Fillinger, Stefanie Götz, Maria Hofmann, Leszek Lupa, Gerhard Pfeiffer, Jacqueline Rehn, Oliver Sack, Sebastian Schermer und Alexander Steinruck den neuen Vorstand.
 
Über ein Drittel Frauen, das jüngste Vorstandsmitglied ist 23, das älteste 69 Jahre alt – damit lässt sich gut arbeiten. Jan Metzler
 
Nachdem Walter Wagner in seinem Tätigkeitsbericht die Arbeit seiner letzten Amtszeit Revue passieren ließ, bedankte er sich für die große Unterstützung und das erfolgreiche Engagement der Mitglieder während seiner zehnjährigen Zeit als Kreisvorsitzender. Mit stehenden Ovationen zollte der Parteitag dem scheidenden Vorsitzenden Respekt und Anerkennung für seine erfolgreiche Arbeit. Sichtlich gerührt richtete Wagner dann den Blick in die Zukunft und schwor die Partei auf die kommenden Herausforderungen, insbesondere auf den Bundestagswahlkampf 2017, ein. Jan Metzler bezeichnete eine erfolgreiche Bundestagswahl als Gemeinschaftswerk der gesamten Partei und versprach, alles zu geben, um seinen Wahlkreis wieder direkt zu gewinnen: „Gemeinsam schaffen wir das!“

Nachdem die Metro AG das Shared Service Center in Alzey bereits Anfang des vergangenen Jahres geschlossen hatte und die Mitarbeiter der Real-Buchhaltung nach Wörrstadt umgesiedelt wurden, werden eben diese jetzt ebenfalls ihren Arbeitsplatz verlieren. Ein Schock für die Belegschaft. Jan Metzler zeigt sich enttäuscht und bezweifelt, dass diese Entscheidung betriebswirtschaftlich überhaupt Sinn macht.

Natürlich hatte man sich nach der Schließung des Metro-Shared Service Centers bereits gefragt, ob den Real-Mitarbeitern Ähnliches drohen könnte; immerhin gehören beide Unternehmen zum gleichen Mutterkonzern. Das dies nun aber bereits 18 Monate später tatsächlich passiert, damit war so schnell nicht zu rechnen. Insbesondere nicht, nachdem man noch mit allen Mitarbeitern von Alzey nach Wörrstadt umgezogen war.

Jan Metzler zeigt sich enttäuscht über diese Entscheidung und bezweifelt, dass dies betriebswirtschaftlich überhaupt zu rechtfertigen ist. „Gerade in einer Zeit, in der immer mehr Firmen dazu übergehen, Flexibilität bei Arbeitszeit und Arbeitsplatz zu gewähren, wirkt diese Entscheidung der Metro, alles zu zentralisieren antiquiert und nicht wie die Handlungsweise eines zukunftsorientierten Unternehmens“, so Metzler. Außerdem konkurriert der Konzern nun mit etlichen anderen in Düsseldorf um gute Köpfe und lässt gleichzeitig 69 engagierte und fachlich hochkompetente Mitarbeiter links liegen. Denn ein Umzug nach Düsseldorf ist für die wenigsten Mitarbeiter, die in Rheinhessen verwurzelt sind, eine wirkliche Option.

Umso wichtiger ist es, das wir alle nun gemeinsam mit dem Betriebsrat an einem Strang ziehen, um für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ein sozialverträgliches Ergebnis zu erzielen. Jan Metzler

„Zentralisiert heißt noch lange nicht effizient“, ärgert sich Metzler über den gewählten Weg des Konzerns. Metzler hat bereits Kontakt mit dem Betriebsratsvorsitzenden Rüdiger Menges aufgenommen und sowohl ihm als auch der gesamten Belegschaft seine Solidarität und Unterstützung zugesichert. Gleichzeitig will der Abgeordnete aber keine unrealistischen Erwartungen wecken. „Wenn ich helfen oder vermitteln kann, bin ich jederzeit zur Stelle“, so Metzler. „Wenn eine solche Entscheidung allerdings gefallen ist, wird sich der Konzern schwerlich umstimmen lassen, wie wir leider erst vor knapp eineinhalb Jahren sehen mussten.“

Der Bundestagsabgeordnete Jan Metzler und der Alzeyer Stadtbürgermeister Christoph Burkhard wollen das Verkehrswegekonzept der Region mit einem neuen Projekt weiter voranbringen. Konkret geht es Burkhard und Metzler um einen durchgehenden, zweigleisigen Schienenausbau der Strecke von Alzey nach Mainz.
 
„Wer derzeit mit der Bahn nach Mainz fährt, muss unangenehme Wartezeiten in Kauf nehmen, weil nur die Strecke bis Armsheim zweigleiseig ausgebaut ist und Züge unterwegs aufeinander warten müssen“, erklärt Bürgermeister Burkhard das Problem. Dadurch ginge viel Zeit verloren. „Wenn man aber 40 oder 45 Minuten von Alzey nach Mainz unterwegs ist, dann ist Zugfahren unattraktiv“, sagt Burkhard weiter. Gemeinsam mit Jan Metzler will er erreichen, dass es sich beispielsweise auch zeitlich für mehr Pendler wieder lohnt, auf die Schiene umzusteigen.

Wir wollen, dass die Fahrzeit für die in der Region so wichtige Verbindungsachse nach Mainz und Frankfurt deutlich kürzer wird. Jan Metzler

Metzler will erreichen, dass die Maßnahme in den nächsten Bundesverkehrswegeplan kommt, dem wichtigsten Plan auf Bundesebene. Hier müssen frühzeitig Projekte angeschoben werden, um in Zukunft in die Umsetzung zu kommen. Metzler denkt dabei langfristig: „Wir müssen jetzt schon an Morgen denken und die Sache schnell platzieren – sonst tut sich auch in den nächsten zwei Jahrzehnten nichts“, wirbt der Abgeordnete für ein strukturiertes Vorgehen.
 
Dass frühzeitiges und beharrliches Anschieben von Projekten im Bundesverkehrswegeplan durchaus Erfolg zeigt, das kann Metzler bereits an mehreren großen Infrastrukturprojekten für Straßen im Wahlkreis belegen. Projekte, die in diesem Plan als besonders dringlich eingestuft werden, haben die besten Chancen auf Mittel des Bundes und darauf, auch tatsächlich umgesetzt zu werden. Dies gilt inzwischen beispielsweise für den bewilligten Ausbau der B47 in Worms sowie für den Aus- und Umbau der Bundesstraßen B 9 und B 420 im Raum Oppenheim und Nierstein. Metzler betont: „Wir dürfen über diese Erfolge bei der Verbesserung der Straßeninfrastruktur aber nicht die Schiene vergessen“. Der Ausbau der Schiene müsse nun nachziehen denn „es geht uns um ein ganzheitliches Verkehrswegekonzept.“
 
Dass die Bahnstrecke stark genutzt wird und in Zukunft sogar noch mehr potenzielle Nutzer bekommen wird, daran lässt der Stadtbürgermeister Burkhard keinen Zweifel: „Rheinhessen gehört zu den wenigen ländlichen Regionen in Deutschland, die weiterwachsen und gerade auch Alzey erwartet in den kommenden Jahren weiteren Zuzug.“ Ein schlüssiges, leistungsfähiges Verkehrskonzept sei deshalb sehr wichtig.

Der Bundestagsabgeordnete Jan Metzler lädt ein zu seinen nächsten Bürgersprechstunden. Diese finden statt am Montag, 24. Oktober, von 10:00 bis 12:00 Uhr im Wahlkreisbüro Worms sowie am Mittwoch, 26. Oktober, von 10:00 bis 12:00 Uhr im Wahlkreisbüro Alzey. Wer Fragen hat, Rat oder Hilfe benötigt, ist herzlich eingeladen.

Aufgrund der besseren Planung wird um eine kurze Voranmeldung gebeten. Diese ist möglich in den Wahlkreisbüros unter Tel.: 06241 2105145 für Worms, unter Tel.: 06731 4840958 für Alzey oder im Abgeordnetenbüro in Berlin unter Tel.: 030 22772179.

  • 24.10., 10:00 bis 12:00 Uhr, Wahlkreisbüro Worms (Rathenaustr. 17)
  • 26.10., 10:00 bis 12:00 Uhr, Wahlkreisbüro Alzey (St.-Georgen-Str. 50)
Abgeordnetenbüro Berlin
Platz der Republik 1
11011 Berlin
Tel.: 030 22772179
Fax: 030 22776177
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Wahlkreisbüro Worms
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Do.: 11-16 Uhr | Fr.: 08-12 Uhr
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55232 Alzey
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Mo.: 08-12 Uhr | Fr.: 12-16 Uhr