Artikel nach Datum gefiltert: September 2016

Auf Initiative von Jan Metzler hat der Präsident des Deutschen Bundestages Prof. Dr. Norbert Lammert am Freitag einen Abstecher ins „Café L“ der Wormser Lebenshilfe gemacht. Dort konnte er sich überzeugen, wie facettenreich die gemeinnützige Gesellschaft in Worms und wie bundesweit einzigartig das Kunstprojekt atelierblau ist.

Auf Bundesebene ist Bundestagspräsident Prof. Dr. Norbert Lammert ein gern gesehener Gast der Lebenshilfe; zuletzt beim Parlamentarischen Abend in Berlin. Sicherlich ein Grund, warum er sich über den Vorschlag Jan Metzlers freute, vor seinem Festvortrag anlässlich des 800-jährigen Bestehens des Dominikanerordens in der Pauluskirche, im „Café L“ vorbeizuschauen – einem lokalen Projekt der Lebenshilfe.

Die Gastronomie des „Café L“ mitten in der Wormser Fußgängerzone ist vor drei Jahren eröffnet worden und wird seither in einem gemeinsamen Kraftakt von Menschen mit und ohne Behinderung betrieben. Das „L“ im Namen steht dabei unter anderem auch für „Lebensart“. Die Wormser waren 2013 dankbar, dass die Lebenshilfe das Gebäude des ehemaligen Traditions-Cafés „Lott“ übernommen hatte. „Das war seinerzeit eine Institution“, weiß auch Jan Metzler Bundestagspräsident Lammert von Enkeltreffen mit seiner Oma im „Lott“ zu berichten.

Das heutige „Café L“ ist für Metzler ein „besonderer Ort der Herzlichkeit“. Nicht zuletzt deshalb, weil hier Kunst ausgestellt ist, die dem atelierblau entstammt. Dieses Kunstprojekt des renommierten Künstlers Horst Rettig lässt geistig und psychisch beeinträchtigte Menschen ihre Begabungen und Neigungen ausleben. „Das steigert das Selbstwertgefühl unserer Künstler enorm“, lobten der erste Vorsitzende der Lebenshilfe, Ulrich Granseyer und Wilfried Noll, Ehrenvorsitzender und Träger des Bundesverdienstkreuzes, die Arbeit Rettigs. Der ergänzte, dass eine solch künstlerisch hochwertige Arbeit Menschen mit Behinderung oftmals gar nicht zugetraut würde. Ein in Deutschland einzigartiges Projekt, zeigte sich Bundestagspräsident Lammert beeindruckt von dem Engagement und dankte Metzler für die Möglichkeit, das Café L, die Arbeit der Wormser Lebenshilfe und des atelierblau kennenzulernen.

Beim anschließenden Besuch des Lutherdenkmals zusammen mit Oberbürgermeister Michael Kissel, gab Pfarrerin Jutta Herbert Lammert einen Schnellkurs in Sachen Wormser Geschichte, ehe es für den Bundestagspräsidenten in die Pauluskirche ging, wo er seinen Festvortrag zum Thema „Demokratie wagen“ hielt.

Das nächste Kapitel in der Diskussion um eine Rheinbrücke zwischen Mainz und Worms wurde nun in Nierstein aufgeschlagen. Vertreter von Politik und Wirtschaft kamen jetzt zu einem ersten runden Tisch zusammen, um gemeinsam die weiteren Schritte für dieses Langfristprojekt abzustecken.

Rheinbrückendebatte am runden Tisch im Niersteiner Rathaus. Nachdem der Initiator der Brücken-Petition Claus Uebel sowie der Bundestagsabgeordnete Jan Metzler erst kürzlich wieder die Brückendiskussion entfacht hatten, kam man nun im Niersteiner Rathaus am runden Tisch mit der Landtagsabgeordneten und Fraktionsvorsitzenden im Kreistag Mainz-Bingen Dorothea Schäfer, Niersteins Stadtbürgermeister Thomas Günther sowie dem Hauptgeschäftsführer der IHK für Rheinhessen, Günter Jertz zusammen, um das weitere Vorgehen gemeinsam abzustimmen.

Die Runde der Unterstützer ist sich einig, dass der Bau einer Rheinbrücke zwischen Mainz und Worms überregional den rheinland-pfälzischen und hessischen Landesteil gewinnbringend verbinden würde. Die Argumente dafür lägen auf der Hand: „Die stetig zunehmende Verflechtung mit dem hessischen Teil der Rhein-Main-Wirtschaftsmetropole verursacht mittlerweile eine permanente Überlastung der bestehenden Rheinquerungen bei Mainz. Die Schaffung einer weiteren Brücke würde zu enormen Entlastungen des Verkehrsaufkommens führen.“, zitierte Dorothea Schäfer gleich zu Beginn des runden „Brücken-Tischs“ aus dem regionalen Raumordnungsplan Rheinhessen-Nahe.

„Zu einem ähnlichen Schluss kommt auch der Bund der Selbstständigen auf hessischer Seite“, weiß Claus Uebel zu berichten. „Auch für die Unternehmen, die in hohem Maße auf zuverlässige Logistik angewiesen sind, sowie die rheinhessischen Pendler, die tagtäglich nach Wiesbaden, Frankfurt oder Rüsselsheim zur Arbeit fahren, würde eine Brücke eine enorme zeitliche und auch finanzielle Entlastung bedeuten“, ergänzt Günter Jertz. „Dass wir mit den vorhandenen Querungen am Rhein an der Kapazitätsgrenze liegen, zeigt die Verkehrssituation an der Weisenauer und der Schiersteiner Brücke. Sobald Unvorhergesehenes passiert, kommt der Verkehr zum Erliegen und der volkswirtschaftliche Schaden ist vorprogrammiert.“

Thomas Günther betont, dass der Brückenschluss zwischen Mainz und Worms dringend benötigt wird. 14.000 Fahrzeuge bewegen täglich ihre Insassen zu den Arbeitsplätzen nach Hessen, zum Beispiel zu Fraport, Opel oder Merck und auch nach Frankfurt. Durch die Brücke würden im Schnitt alleine 50 Kilometer Fahrstrecke mal eben für 14.000 Fahrzeugen eingespart werden. Günther wertet dies ökologisch und ökonomisch als riesen Gewinn: „Wir müssen in verschiedene Richtungen denken und alle möglichen Optionen im Spiel halten.“ Selbst eine über Mautgebühren eigenfinanzierte Brücke könne sinnvoll sein. Zu einem entsprechenden Schluss kam bereits vor 10 Jahren eine Studie der WGZ-Bank. Bei einem dem Fährtarif vergleichbarem Mautpreis sei eine Brücke demnach bereits bei 10.000 Fahrzeugen am Tag wirtschaftlich zu rechtfertigen. Derzeit ginge man sogar eher von 14.000 bis 16.000 Fahrzeugen aus, also deutlich über dieser Marke.

Die Wirtschaftlichkeit einer Brücke stehe sowieso kaum in Frage. Dennoch gibt es auf hessischer Seite Höhe Trebur durchaus Skepsis, was einen möglichen Brückenschlag betrifft. Groß sei vor allem die Sorge über ein hohes Verkehrsaufkommen durch die eigenen Ortschaften als Resultat einer neuerlichen Rheinquerung. „Deshalb muss klar sein, dass die Diskussion um eine Rheinbrücke auch immer eine Diskussion um entsprechende Ortsumgehungen an geeigneten Stellen ist“, führt Metzler aus.

Wichtig ist, dass wir ergebnisoffen diskutieren. Jan Metzler

Weniger skeptisch zeige man sich unterdessen im südlicher gelegenen Gernsheim. Also doch eine Querung bei Eich? „Wenn man bei Nierstein nicht weiterkommt, muss man über den Tellerrand hinausschauen.“ Deshalb will er auch Maximilian Abstein, Bürgermeister der Verbandsgemeinde Eich, künftig mit an den Tisch holen.

Auch in Berlin hat Metzler bereits mit den hessischen Kollegen im Bundestag Gespräche geführt. Die Runde will die Debatte von Anfang an auf ein breites und vor allem realistisches Fundament stellen und Vorschläge, aber auch Sorgen und Kritik offen ansprechen. Deshalb soll es noch in diesem Jahr einen Brückengipfel geben, bei dem die wichtigsten Entscheidungsträger von beiden Seiten des Rheins gemeinsam mit Bürgerinnen und Bürgern über eine Brücke und mögliche Lösungsansätze diskutieren.

Als einen „Glücksfall für Rheinhessen und die Partei“ bezeichnete Jan Metzler seinen CDU-Vorgänger im Deutschen Bundestag, Prof. Dr. Hansjürgen Doss. Zwischen 1981 und 2002 zog dieser jeweils über die Landesliste für den rheinhessischen Wahlkreis Worms-Alzey-Oppenheim in den Bundestag ein. Insgesamt 21 Jahre lang war Doss somit Mitglied der CDU/CSU-Bundestagsfraktion und in Berlin für Rheinhessen aktiv. Zu einem Festakt aus Anlass seines 80. Geburtstages lud der ehemalige Abgeordnete nun in die Industrie- und Handelskammer für Rheinhessen in Mainz ein. Für Jan Metzler eine wunderbare Gelegenheit sich mit dem ehemaligen Bundestagsabgeordneten auszutauschen.

Neben der deutschen ist an diesem Tag auch die ukrainische Nationalflagge gehisst. Das liegt daran, dass Hansjürgen Doss neben seinem parteipolitischen Engagement seit der Gründung im Jahr 2005 Präsident der Deutsch-Ukrainischen Gesellschaft für Wirtschaft und Wissenschaft e.V. sowie Honorarkonsul der Ukraine für Rheinland-Pfalz ist. Zur Förderung und Pflege der kulturellen, sozialen, wissenschaftlichen und wirtschaftlichen Beziehungen zwischen dem deutschen und dem ukrainischen Volk gegründet, hatte Doss entscheidenden Anteil am Auf- und Ausbau des gemeinnützigen Vereins. Und so war zu besagten Festakt der Große Saal der Industrie- und Handelskammer mit knapp 120 Personen bis zum Rand gefüllt - man merkte, dass eine besondere Veranstaltung stattfindet.

Zu den zahlreichen Gratulanten zählten u.a. Günter Jertz, Hauptgeschäftsführer der Industrie- und Handelskammer für Rheinhessen und Dr. Dr. h.c. Peter Spary, Generalsekretär der Deutsch-Ukrainischen Gesellschaft für Wirtschaft und Wissenschaft. Auch politische Hochkaräter wie Dr. Werner Langen MdEP (Staatsminister a.D.), Prof. Dr. Heinz Riesenhuber MdB (Bundesminister a.D.) und der stellvertretende Ministerpräsident sowie Minister für Wirtschaft, Verkehr, Landwirtschaft und Weinbau von Rheinland-Pfalz, Dr. Volker Wissing MdL waren nach Mainz gekommen. Von ukrainischer Seite gratulierte die Schwester der ukrainischen „First Lady“ Prof. Alla Zernetskaya und überbrachte Grüße und ein Portrait des ukrainischen Präsidenten Petro Poroshenko. Zudem wandte sich der Außenminister Pawlo Klimkin per Video-Botschaft an seinen Freund Hansjürgen Doss und überbrachte interaktive Glückwünsche.

Nach den offiziellen Festansprachen und Grußworten konnte sich Metzler mit seinem Vorgänger austauschen und erhielt dabei viel Lob: „Es sei bemerkenswert, mit wieviel Fleiß sich Jan für die Belange der Bürgerinnen und Bürger einsetze“, so der ehemalige Abgeordnete. Und es erfülle ihn auch ein wenig mit Stolz verfolgen zu können, wie Metzler die Arbeit des 80-Jährigen sozusagen fortführe – auch wenn es ihm selbst nie vergönnt gewesen sei, den Wahlkreis direkt zu gewinnen. Seit seinem Ausscheiden aus dem Bundestag 2002 habe sich zudem vieles gewandelt. „Das Internet zum Beispiel spielte in meinem Abgeordnetenalltag noch keine Rolle, so etwas wie Facebook gab es nicht“, blickte Doss zurück. Davon abgesehen habe er immer den direkten Kontakt zu den Menschen bevorzugt und freue sich deshalb, dass mit Jan Metzler ein ebenso offener und kontaktfreudiger Mensch Rheinhessen mit repräsentiere. Für Jan Metzler verkörpert Doss im Gegenzug eine absolute Vorbildfunktion: „Das umfangreiche ehrenamtliche Engagement, sei es lokaler oder länderübergreifender Art, ist beeindruckend, so Jan Metzler.

Was Hansjürgen Doss in den zurückliegenden Jahren für die Förderung und Finanzierung von humanitären Maßnahmen vor allem in der Ukraine geleistet hat, ist bewundernswert. Jan Metzler

Während seiner abschließenden Dankesworte resümierte Doss seine vielfältige Arbeit der vergangenen Jahre und natürlich fielen, wie könnte es bei einem solchen Vollblut-Politiker auch anders sein, ein paar Worte zur aktuellen, politischen Situation. Einige ironisch verpackte Seitenhiebe in Richtung neuer rheinland-pfälzischer Landesregierung konnte er sich dabei nicht verkneifen – Hansjürgen Doss ist eben auch mit seinen inzwischen 80 Jahren noch ein scharfsinniger Redner. Am Ende der Veranstaltung waren sich alle Gäste und Festredner einig: Es war ein kurzweiliger, inspirierender Abend und neben dem feierlichen Empfang auch eine einzigartige Plattform, um mit den vielen ausgewiesenen Persönlichkeiten brandaktuelle Fragestellungen aus unterschiedlichen Perspektiven zu beleuchten. Mit Rheinhessenwein, Gegrilltem und bester Stimmung fand der Abend im Proviant-Magazin seinen Abschluss.

Abgeordnetenbüro Berlin
Platz der Republik 1
11011 Berlin
Tel.: 030 22772179
Fax: 030 22776177
Schreiben Sie mir
Wahlkreisbüro Worms
Rathenaustr. 17
67547 Worms
Tel.: 06241 2105145
Fax: 06241 2105146
Do.: 11-16 Uhr | Fr.: 08-12 Uhr
Wahlkreisbüro Alzey
St.-Georgen-Str. 50
55232 Alzey
Tel.: 06731 4840958
Fax: 06731 4840960
Mo.: 08-12 Uhr | Fr.: 12-16 Uhr