Artikel nach Datum gefiltert: Februar 2017

Es ist inzwischen gute Tradition, dass VG-Bürgermeister Ralph Bothe die regionalen Abgeordneten aller Parteien mindestens einmal im Jahr zu einer Informationsreise durch die Verbandsgemeinde Monsheim und zu einem Meinungsaustausch mit Kommunalpolitikern und Unternehmern einlädt. Dieser Einladung ist in der vergangenen Woche auch der Bundestagsabgeordnete Jan Metzler gerne gefolgt.

Bei einer offenen Gesprächsrunde in der Anhäuser Mühle mit den VG-Beigeordneten, Ortsbürgermeistern und den Sprechern der im VG-Rat vertretenen Parteien und Wählergruppen standen zunächst aktuelle Themen aus der Bundespolitik und den Gemeinden zur Diskussion. Metzler erkundigte sich insbesondere nach der Situation der Flüchtlinge und Asylbewerber in den Gemeinden. Alle Gesprächsteilnehmer waren sich einig, dass es mit großer Unterstützung der ehrenamtlichen Helfer gelungen sei, die Neuankömmlinge unterzubringen und zu betreuen, wobei auch schon erste Beispiele gelungener Integration zu verzeichnen seien. Neben der Vorstellung des Projekts „Ärztehaus Monsheim“ durch Bürgermeister Ralph Bothe wurden auch Themen wie Innere Sicherheit, das Angebot an Kita-Plätzen und die gesamtwirtschaftliche Lage gestreift.

Erste Station der kleinen Tour durch die VG war das Gewerbegebiet „Am Bockenheimer Weg“. Hier zeigte sich der Abgeordnete beeindruckt von der großen Zahl in den vergangenen Monaten neu angesiedelter Unternehmen. Jüngstes Beispiel ist die Firma Global Brand Concepts (GBC), die mit ihren zurzeit 73 Mitarbeitern zum Jahreswechsel am neuen Standort in Monsheim die Arbeit aufgenommen hat. Obwohl noch an manchen Stellen gewerkelt wird, führte Inhaber Michael Weissenrieder die Delegation stolz durch die neuen Büro-, Ausstellungs- und Lagerräume. Hier werden innovative Werbeartikel und ganze Werbelinien entwickelt, gestaltet und veredelt. Aufgrund des enormen Wachstums seines Unternehmens in den letzten Jahren geht Weissenrieder davon aus, dass das für 100 Mitarbeiter konzipierte Gebäude schon bald seine Kapazitätsgrenze erreicht und die vorhandenen Optionsflächen früher als ursprünglich vorgesehen erworben und bebaut werden müssen. Der Firmeninhaber betonte, dass er und seine Mannschaft sich am neuen Standort sehr wohl fühlen und lobte die Unterstützung durch die VG-Verwaltung.

Im altehrwürdigen Sitzungssaal der Bezirkswinzergenossenschaft Monsheim wurden Jan Metzler und seine Begleiter von Geschäftsführer Norbert Kießling empfangen. Bei einem Glas Secco wurden zunächst aktuelle weinbaupolitische Themen diskutiert und der Abgeordnete erkundigte sich natürlich nach der Qualität des neuen Jahrgangs, der zurzeit noch in den Kellern der Genossenschaft reift. Anschließend stellte Bürgermeister Bothe die Pläne für das Gewerbegebiet Monsheim-Ost vor, welches ab Herbst 2017 östlich der BWG entstehen soll. Er verdeutlichte den Vorbildcharakter der Planung, welche im Vorfeld einvernehmlich mit der Landwirtschaft, den Umweltverbänden und der Landesplanung abgestimmt worden war und als Gemeinschaftsprojekt der Ortsgemeinden Monsheim, Flörsheim-Dalsheim und Offstein konzipiert ist. Jan Metzler wies darauf hin, dass die Verfügbarkeit von Flächen für Gewerbeansiedlungen, aber auch für die wohnbauliche Entwicklung im Landkreis Alzey-Worms äußerst begrenzt sei und forderte eine Lockerung der Bestimmungen des Landesentwicklungsprogramms IV für die Wachstumsregion Rheinhessen.

Erinnerungen an seine frühere Zeit als Auszubildender in mehreren Weingütern in der Verbandsgemeinde Monsheim wurden bei Jan Metzler schließlich beim Besuch im Weingut Battenfeld-Spanier in Hohen-Sülzen geweckt. Oliver Spanier führte die Gäste durch die Kellerräume des renommierten Betriebes, wo die „großen Gewächse“ des Hauses reifen und Carolin Spanier-Gillot kredenzte in der Vinothek einen Spitzenriesling aus einem Mölsheimer Weinberg. Auch bei den Gesprächen in einem der Vorzeigebetriebe Rheinhessens waren selbstverständlich die aktuelle Lage auf dem Weinmarkt und erfolgversprechende Zukunftsstrategien für den rheinhessischen Wein die bestimmenden Gesprächsthemen.

Beim abschließenden gemeinsamen Mittagessen in der Rheinhessen-Stube der Familie Matthes in Monsheim bedankte sich Jan Metzler für die Einladung und zeigte sich beeindruckt von der positiven Entwicklung der Verbandsgemeinde Monsheim, den innovativen Projekten und den erfolgreichen ortsansässigen Unternehmen.

Vergangene Woche haben sich Bürgermeisterinnen und Bürgermeister der Rheinhessenstraße mit Jan Metzler und Dorothea Schäfer zur Umleitungsthematik in Folge der B420-Sperrung ab 2020 getroffen. Ziel des Gesprächs am Nadelöhr der Rheinhessenstraße in Selzen war eine grundlegende Erstabstimmung der weiteren Vorgehensweise. Bis dato war die Meinung der Ortschefinnen und -chefs nämlich noch nicht Teil der Gesamtdebatte. In einem gemeinsamen Schreiben hat sich die Runde deshalb jetzt an Minister Wissing gewandt.

Ergebnis des Treffens: In Bezug auf die Sperrung der B420 ab 2020 ist für die Runde entscheidend, dass einerseits frühzeitig ein für die gesamte Region tragbares Umleitungskonzept erarbeitet wird und dass andererseits die betroffenen Bürgerinnen und Bürger rechtzeitig involviert und von Beginn an transparent informiert werden.

Dabei erwarten die Bürgermeisterinnen und Bürgermeister direkt und unmittelbar eingebunden und bei Gesprächen, beispielsweise mit Minister Wissing und dem Landesbetrieb Mobilität, eingeladen zu werden. Das war bis dato nicht der Fall. Für sie ist klar, dass man der zu erwartenden verkehrlichen Belastung für die Region nur mit einer ganzheitlichen, großräumigen Betrachtung begegnen kann. Das heißt unterm Strich, dass es, neben den betroffenen Gemeinden entlang der Rheinhessenstraße und Nierstein selbst, auch um die Gemeinden in der Querverbindung zwischen L425 und B9 geht, so z.B. auch Lörzweiler und Nackenheim. Die Runde der einzubindenden Kommunen und der betroffenen Bürgerinnen und Bürger muss also weiter gefasst werden.

Insgesamt bietet das notwendige Umleitungskonzept aber auch mögliche Synergien mit Blick auf eine insgesamt zu optimierende Rheinhessenstraße. Daher bitten die Bürgermeisterinnen und Bürgermeister bei den Planungen auch diese strategischen Überlegungen unbedingt miteinzubeziehen. Grundgedanke dabei: Die Ortsgemeinden entlang der L425 südlich der VG Rhein-Selz sind gleichermaßen Teil der Betrachtung, wenn es um die Ertüchtigung der gesamten Rheinhessenstraße geht. Diese erstreckt sich nämlich vom Wonnegau bis an die Mainzer Stadtgrenze.

Das Brandungskliff in Eckelsheim steht scheinbar kurz vor dem Abtransport nach Alzey. Eine Entscheidung, die Ortsbürgermeister Friedrich Bäder abwenden will. Darum hat er sich nun an Jan Metzler gewandt und um Unterstützung gebeten. Metzler plädiert für eine Brandungskliff-Präsentation in Eckelsheim, setzt aber ein wirtschaftlich und finanziell tragbares Gesamtkonzept voraus.

„Das Brandungskliff gehört nach Eckelsheim und nicht nach Alzey. Bitte werden Sie aktiv.“ Mit diesen Worten hat sich der Eckelsheimer Ortsbürgermeister Friedrich Bäder jetzt an Jan Metzler gewandt und um dessen Unterstützung gebeten. Metzler kann sich ein der Öffentlichkeit zugänglich gemachtes Brandungskliff in Kombination mit dem „Strandpfad der Sinne“ und der Rheinhessischen Schweiz gut vorstellen: „Das wäre eine Bereicherung für den Tourismus und die Region insgesamt – beispielsweise auch für Schulklassen oder Mainzer Geologiestudenten“ ist Metzler überzeugt. Dazu setzt er aber ein wirtschaftlich und finanziell tragbares Gesamtkonzept voraus.

Für Metzler ist die Idee der Brandungskliff-Präsentation nicht neu. Bereits im vergangenen Jahr stand er mit Dr. Winfried Kuhn, dem Entdecker des Kliffs, in engem Kontakt. Schon damals hatte er sich auf die Suche nach Bundesfördermitteln begeben. Das zuständige Bundeswirtschaftsministerium und auch das Büro der Kulturstaatsministerin erteilten einer möglichen Bundesförderung allerdings eine Absage. Laut Ortschef Bäder stünden für eine Realisierung in Eckelsheim nun aber Mittel aus dem Leader-Programm der Europäischen Union bereit. Für Metzler eine entscheidende Nachricht und ein wichtiger erster Schritt für eine mögliche Realisierung.

Einzig der politische Wille der Verwaltungen vor Ort scheint zu fehlen. Zumindest verweist Bäder darauf in seinem Schreiben. Darum hat Metzler sich nun an Landrat Ernst Walter Görisch, an VG-Chef Gerd Rocker und zusätzlich auch an das Landesamt für Geologie und Bergbau in Mainz gewandt. In seinen Schreiben macht Metzler deutlich, dass er sich eine „Brandungskliff-Präsentation unter Maßgabe einer verhältnismäßigen wirtschaftlichen und finanziellen Abbildbarkeit in Eckelsheim“ gut vorstellen könne. Dazu regt er an, eine Umsetzung vor Ort erneut zu diskutieren. Seine Unterstützung, den Prozess zu begleiten und zu Gesprächen dazuzukommen, hat Metzler dabei angeboten. Für ihn ist klar, dass das Vorhaben zudem auf strukturelle Beine gestellt werden müsste, „beispielsweise durch die Gründung eines Fördervereins in enger Zusammenarbeit mit Verbandsgemeinde, Kreis und Land“.

Abgeordnetenbüro Berlin
Platz der Republik 1
11011 Berlin
Tel.: 030 22772179
Fax: 030 22776177
Schreiben Sie mir
Wahlkreisbüro Worms
Rathenaustr. 17
67547 Worms
Tel.: 06241 2105145
Fax: 06241 2105146
Do.: 11-16 Uhr | Fr.: 08-12 Uhr
Wahlkreisbüro Alzey
St.-Georgen-Str. 50
55232 Alzey
Tel.: 06731 4840958
Fax: 06731 4840960
Mo.: 08-12 Uhr | Fr.: 12-16 Uhr